Schiffshebewerk Niederfinow
Datum: Sonntag, 07.November. @ 23:05:08 CET
Thema: Tourentipps und -berichte


Tagesausflug zum Schiffshebewerk Niederfinow




Samstagfrüh, nach einen ausgedehnten Frühstück sollte es losgehen. Aber schaut man aus den Fenster, vergeht es einem fast wieder – Nieselregen mit der Aussicht, daß es eher noch schlimmer als besser wird. Aber was soll´s – nur die Harten kommen in den Garten. Also warm eingepackt und los gehts.

Abfahrt in Berlin-Pankow in Richtung B2. Raus aus der Großstadt, geht es durch viele kleine Dörfer Richtung Bernau und dann Biesenthal. Leider gibt es in den Ortschaften nördlich von Berlin auch viele kleine Fotoapparate am Wegesrand, aber als Motorradfahrer hat man da ja nicht so das große Problem damit

Durch die kleine Stadt Eberswalde hindurch auf die L 291 in Richtung Liepe... eine schöne, kurvenreiche Straße, quer durch den Wald... die für uns „Flachlandindianer“ schon mal ne schöne Alternative zu den sonst so langweiligen Straßen in der Großstadt. Auch wenn leider die Geschwindigkeit auf der Strecke von den Ordnungshüter mit vielen Schildern begrenzt ist, war es doch für uns schön, mal so richtig die Schräglage auszurobieren. Durch das bescheidene Wetter und die logischerweise dadurch nassen Straßen hatte ich als Sozius hinterher ne ziemliche straßengraue Jacke. Dann aber den Abzweig Richtung Schiffshebewerk Niederfinow nicht verpassen. Sind nur noch ein paar hundert Meter. Parken kann man sein Motorrädchen fast daneben. Und siehe da – der Regen hört auf und die Sonne wag sich sogar ab und zu ein bißchen durch die Wolken... wenn Engel reisen

Das 1927/34 erbaute Schiffshebewerk Niederfinow, ist noch immer voll funktionstüchtig und wichtiger Schiffs-"Fahrstuhl" am Oder-Havel-Kanal. Der Schiffstrog, welcher von 192 Zugseilen gehalten wird, ist der bewegliche Teil des Schiffshebewerks, in dem die Schiffe beim Heben und Senke schwimmen. Das Gewicht des 85 m langen und 12 m breiten Troges beträgt inkl. Wasserfüllung 4300 t. Das muß man sich mal vorstellen, wer hat schon so ne riesige Badewanne *g Ist auf jeden Fall sehenswert, auch wenn mal nicht gerade die Sonne vom Himmel lacht, lohnt sich da ein Ausflug. Nähere Infos findet Ihr hier http://www.schiffshebewerk.de
Wer dann noch nicht genug gesehen hat, sollte weiter Richtung Chorin zum Kloster fahren. Keine Sorge – ehemals ein Mönchskloster ist der Backsteinbau jetzt Baudenkmal, Kirche, Konzerthalle und Museum in einem. Gut und relativ preiswert kann man in der Gegend auch in vielen kleinen Restaurants und Landgasthöfen die verbrauchten Kalorien wieder auffüllen... aber leider nicht direkt in unmittelbarer Nähe des Schiffshebewerkes






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