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Enfield Diesel 325
Die Zeitmaschine / Royal Enfield Taurus 325 Diesel
Ein Urgestein des Motorradbaues. Das Drei-Liter-Auto läßt noch auf sich warten, das 1,2-Liter-Motorrad gibt es schon. Das Enfield-Werk Indien verpflanzte einen gebläsegekühlten Lombardini Diesel-Direkteinspritzer, ursprünglich als Stationärmotor für Wasserpumpen konzipiert, in das ansonsten unveränderte Bullet 500-Fahrwerk. Die theoretische Tankreichweite von deutlich über 1000 Kilometern läßt sich wohl kaum auf einer Backe absitzen. Die Nennleistung von 6,8 PS steht bei 3000 Umdrehungen an, das 195 Kilo schwere Motorrad kommt damit auf maximal 76 km/h Spitze. Erst nach einer Einfahrzeit von min. 3000km ist die volle Motorleistung und der niedrige Verbrauch forderbar. Das ganze Monstrum kommt dann auf satte DM 7.500,-- Verkaufspreis, abhängig vom Händler d.h. die Art des Importes nach Deutschlandes. Trotz aller "Testberichte" in sogenannten Fachzeitschriften kann ich nur betonen, das dieses Bike absolut alltagstauglich ist .... wenn man etwas rücksicht auf die Mittelalterliche Technik nimmt. Motor dezent warm fahren, keine lange Strecken mit hohen Drehzahlen und das Bike hält ewig. Ansonste ist eine hohe Schadensrate durch die Vibrationen unvermeidlich. Fahrwerk und Bremsen sind für die 4-fache Motorleistung ausgelegt und deshalb für diese Motorisierung hervorragend. Mein "Hauptmotorrad", eine Honda, habe ich verkauft, nachdem ich diesen "Gag-Kauf" Diesel-Motorrad ein halbes Jahr gefahren habe. Cooler geht Motorradfahren nicht mehr. Mehr Diesel-Motorrad-Infos unter http://home.t-online.de/home/winni-the-pooh/enfield.htm
hinzugefügt: April 6th 2001 Tester: winni-the-pooh Punkte:      zugehöriger Link: Quelle: Dooyoo.de Hits: 124969 Sprache:
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Enfield Diesel 325 Geschrieben von Gast auf 2012-02-10 00:09:39 Meine Wertung:   
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Enfield Diesel 325 Geschrieben von toto auf 2011-10-04 06:18:06 Meine Wertung:     
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Enfield Diesel 325 Geschrieben von bernie_r auf 2002-11-16 00:00:00 Meine Wertung: 
Nur für Liebhaber
Die Enfield Diesel ist ein Indisches Motorrad. Findige Bauern haben stationär betriebene Dieselmotoren, mit denen sie ihre Wasserpumpen zum Felder bewässern betreiben, in den Rahmen der Enfield Bullet gebaut. Nachdem in Indien immer mehr dieser Selbstbauten auftauchten, entschluss sich das Enfield-Werk, diese Konstruktion ab Werk anzubieten. Ich ersteigerte bei EBAY eine Enfield Taurus 325. Es war ein Kauf aus dem Bauch. Da der Verkäufer in meiner Nähe wohnt, konnte ich das Motorrad vor Abgabe eines Gebotes besichtigen und Probefahren. Das Motorrad hatte nur 200 km auf dem Tacho, war also fast neu. Ich habe 25 Jahre Motorradpraxis auf dem Buckel, aber mit dem Teil kam ich nicht zurecht. Trotzdem kaufte ich es. Der Verkäufer hat die Maschine selbst aus Indien importiert, es ist also kein Export-Modell, so wie sie regulär bei den Enfieldhändlern angeboten wird. So, wie fährt sich das Motorrad: Schaltung und Fußbremshebel sind schon mal vertauscht. Selbst nach Monaten passierte es mir immer wieder, dass ich anstatt zu bremsen, auf den Schalthebel latschte oder schlimmer, statt zu schalten eine Vollbremsung hinlegte. Erschwerend kommt noch dazu, dass bei diesem Bike der 1. Gang oben, die anderen 3 Gänge unten sind, also auch wieder umgekehrt. Man muss höllisch konzentriert fahren, um das Teil richtig zu bedienen, auch als "alter" Motorrad-Hase. Da bleibt schon mal der ganze Spaß auf der Strecke. Dann die Leistung: 6,5 PS bei ca. 200kg Fahrzeuggewicht und ausserdem aus Lärmschutzgründen eine viiiiiel zu lange Übersetzung. An der Ampel wird man von jedem Mofa und Fahrrad abgehängt. Genervte Autofahrer schieben einen regelrecht von der Straße. Der morgendliche Berufsverkehr gestaltet sich deshalb mit diesem Motorrad zu einer Nervenprobe. Ich habe mir einen Fahrradtacho angebaut um den eingebauten Lampentacho zu messen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei echten 65 - 70 km/h (Tacho 80-85) nach 2 - 3 km Anlaufstrecke
. Ich bin ein Mensch im gesetzten Alter und wahrlich kein Leistungsfetichist. Aber das Teil hat wirklich zuwenig Leistung, um im heutigen Straßenverkehr mitschwimmen zu können. Dann die Bremsen: Nicht umsonst nennen Enfield-Eigener die vordere Trommelbremse auch Tunfischdose. Mit voll gezogenem Handbremshebel kann man das Motorrad noch schieben. Tödlich. Zum Glück funktioniert die hintere Trommel (wenn man nicht grad wieder mal versehentlich auf die Schaltung statt auf das Bremspedal latscht). Ja, dann nervt noch, dass der Diesel aus dem Tankverschluss rinnt, da kann man Dichtungen erneuern wie man will, den Deckel auf Presssitz bringen. Trotzdem läuft der schöne Diesel raus. Wohin? Natürlich auf die Hose. Das freut die Kollegen im Büro! Die Schrauben, Muttern, Motor- und Getriebehalterungen, die ich wärend der Fahrt verloren habe, zähle ich hier nicht mehr auf, sonst wird's zu lang. Das Zeug hat natürlich Withworth-Gewinde und ist noch nicht mal hier in München in der Schraubenzentrale zu bekommen. Aber ich improvisiere und schraube ja gern... Was ist denn nun gut an dem Motorrad: 1. Der Showeffekt: Der Klang. Nie klang ein Motorrad martialischer. Ne Harley ist eine Nähmaschine im (akustischen) Vergleich. 2. Der Spritverbrauch: Das Teil ist definitiv deutlich unter 2 Liter Diesel/100km zu bewegen. 3. Die Optik. Für mich mit Abstand das schönste Motorrad der Welt. Nicht von Designer gestylt und trotzdem (oder grade deswegen) so schön. 4. Die Gesichter der Leute an der Tankstelle, wenn man an die Dieselsäule fährt. Ich habe das Teil wieder verkauft. Es hat einfach zu sehr genervt. Von anderen Taurus-Eignern habe ich aber gehört, dass die Exportmodelle qualitativ deutlich besser sein sollen. Mein Urteil: Nur was für echte Liebhaber!
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Enfield Diesel 325 Geschrieben von Oell auf 2001-06-02 00:00:00 Meine Wertung:     
Motorradfahren für 2 DM auf 100 km!
Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Und zwar mit einem ganz besonderen Motorrad: der Taurus Diesel, produziert von der indischen Firma Enfield India“. Natürlich ist bei so einem Motorrad ein wenig Umdenken angesagt: ungezügelte Power, Überholsprints auf Landstraßen, mit 200 km/h und mehr die GTi’s von der Autobahn-Überholspur scheuchen – das geht mit der Taurus Diesel natürlich nicht! Die Taurus Diesel hat einen 325 ccm Viertaktsingle-Motor, der nominell 6,5 PS leistet. Damit erreicht sie je nach Straßen- und Wetterhältnissen zwischen 60 und 100 km/h Höchstgeschwindigkeit. Schon aus Selbstschutz, um nicht auf der rechten Spur von einem 38-Tonner platt gemacht zu werden, sollte man daher Autobahnen und Schnellstraßen meiden. Wer jedoch in erster Linie sparsam vorankommen will, z.B. irgendwo auf dem Land täglich damit zur Arbeitsstelle fahren möchte, für den kann die Taurus Diesel eine gute Alternative sein. Denn ihr Verbrauch liegt unter 2 Liter Diesel auf 100 km! Oder ersatzweise darf es auch Pflanzenöl der Marke „Brölio“ (Aldi) oder anderer Supermärkte sein. Das kostet zur Zeit 1,09 DM pro Liter. Mit einer Tankfüllung Pflanzenöl (15 Liter, also rd. 16 DM) kann man die Strecke Berlin – München zurücklegen! Mit dem ICE kostet diese Entfernung immerhin 277,-- DM... Luxus sucht man bei diesem Motorrad eher vergebens. Zum Starten muß man wie vor langer Zeit einen Kickstarter betätigen, die Sitzposition ist kerzengerade aufrecht und eine Verkleidung gibt es natürlich auch nicht (braucht man auch gar nicht). Dafür ist die Taurus recht gut gefedert und verfügt über sehr gute Fahreigenschaften. Die Maschine wird von der Udo Haubrich GmbH in 53909 Zülpich nach Deutschland importiert. Der Verkaufspreis liegt bei 7.990 DM – durchaus interessant wie ich meine, angesichts der äußerst niedrigen Fixkosten! Um ins Detail gehende Fragen gleich abzuwehren: ich selbst bin die Taurus noc
h nicht gefahren, habe lediglich von ihr gelesen. Allerdings fand ich dieses Motorrad – auch vor dem Hintergrund der seit Monaten andauernden Diskussion um den zu hohen Spritpreis – eine wirklich überlegenswerte Alternative zu anderen Fortbewegungsmitteln (mein 50 ccm-Roller verbraucht beispielsweise satte 4 Liter Super Plus auf 100 km!). Wer also Appetit bekommen hat auf die Taurus Diesel, der besuche die Homepage des Importeurs (www.haubrich.com) oder wende sich per e-mail an diesen: haubrich-gmbh@t-online.de! Ich würde mich freuen, hier in Kürze einen „Live-Fahrbericht“ lesen zu können.
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